Fast jeder hat schon mal von der Möglichkeit, Fahrzeuge mit Gas anstelle von Benzin zu betreiben, gehört. Doch die wenigsten wissen, dass es zwei von Grund auf verschiedene Varianten von Gasfahrzeugen gibt, die auch nicht miteinander kompatibel sind. Man unterscheidet zwischen Flüssiggas und Erdgas. Das Flüssiggas wird dabei allgemein als Autogas bezeichnet, während Erdgas auch zum Beheizen von Gebäuden verwendet wird.

Sind Erdgas und Autogas kompatibel?

Da diese beiden Gase unterschiedliche chemische Zusammensetzungen aufweisen und dadurch unterschiedlichen Druck erzeugen, ist eine Verwendung von beiden Gasen in einem Motor nicht möglich. Um sich beim Gasautokauf richtig entscheiden zu können, muss man sich ein wenig Grundwissen aneignen. Die Industrie hat sich für zwei Möglichkeiten entschieden, um den Verbraucher an Gasfahrzeuge heranzuführen.

Zum einen gibt es Erdgasfahrzeuge, die bereits ab Werk mit Erdgas betrieben werden können und nur teilweise bivalent sind, und zum anderen gibt es Umrüstkits für fast alle Fahrzeuge, die man prinzipiell nachrüsten kann, um diese mit Autogas, also Flüssiggas zu betreiben. Das Umrüsten auf Autogas macht es dem Fahrer möglich, zwischen Benzin- und Gasantrieb zu wählen, was man als bivalent bezeichnet, ebenso ist ein Umschalten von Gas- auf Benzinbetrieb während der Fahrt möglich. Bei beiden Varianten wird man aber nicht auf das Zündkerzen wechseln verzichten können.

Die Kaufentscheidung

Eine Kaufentscheidung ist trotzdem nicht immer leicht, da die Wirtschaftlichkeit eines Gasautos von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Nicht nur die jährliche Laufleistung, sondern auch die Umbaukosten spielen dabei eine Rolle, genauso wie das ausreichende Vorhandensein von Gas-Tankstellen für den gewünschten Antrieb. Die Anzahl der Gasfahrzeuge in Deutschland steigt stetig, da neben der Wirtschaftlichkeit auch die Umweltfreundlichkeit für viele Käufer ein wichtiges Kriterium darstellt.

Gasautos haben einen wesentlich geringeren Schadstoffausstoß und lassen sich zudem auch in Zeiten von teurem Benzin günstig bewegen. So kann man in Zukunft sicherlich mit mehr Tankstellen für beide Gasantriebs-Versionen rechnen und auch für die steuerlichen Vergünstigungen muss noch kein festgeschriebenes Ende bestehen, obwohl die derzeitigen Vergünstigungen im Jahr 2018 auslaufen.