Die Entwicklung des Gasautos

Das erste gasbetriebene Fahrzeug wurde bereits im Jahr 1862 von E. Lenoir konstruiert. Im Jahr darauf wurde die Gaskraftmaschine erfunden und 1876 ein Viertaktmotor für ein Gas-Luft-Gemisch gebaut. Die Entwicklung danach beschäftigte sich vermehrt mit benzinbetriebenen Fahrzeugen und erst nach dem 2. Weltkrieg wurde den Gasautos wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt, da nach dem Krieg Benzin Mangelware war. In der Vergangenheit wurden die Fahrzeuge mit unterschiedlichen Gasen, wie Stadtgas, Biogas oder Koksgas, betrieben.

Die weitere Entwicklung

Eine einheitlichere Entwicklung kam erst im Zuge der Industrialisierung zustande. Die heute bekannten Gasautos sind seit Ende der 1990er Jahre auf dem Markt und werden entweder mit Autogas oder Erdgas betrieben. Auch die Steuerbegünstigung von gasbetriebenen Fahrzeugen aus dem Jahr 2002 spielte bei der steigenden Nachfrage eine Rolle, wodurch die Entwicklung der Gasautos weiter vorangetrieben wurde. Welchem Gas die Zukunft gehört, ist allerdings umstritten und so werden noch einige Zeit beide Varianten auf dem Markt vertreten sein.

Mono- und bivalente Fahrzeuge

Der Trend zu bivalenten Fahrzeugen, die sowohl mit Benzin als auch mit Gas gefahren werden können, setzt durch die schwankenden Benzinpreise immer weiter fort. Die Reichweite dieser Variante ist weitaus größer, da jederzeit von Benzin- auf Gasbetrieb und umgekehrt umgeschaltet werden kann. Dies kann sowohl automatisch als auch per Knopfdruck erfolgen, wobei die automatische Variante motorschonender ist. Durch den bivalenten Antrieb kann man auch weitere Strecken, auf denen sich keine Gastankstelle befindet, zurücklegen.

Fahrzeuge, die sowohl mit Benzin als auch mit Gas betrieben werden können, haben in der Regel im Gasbetrieb eine geringfügig verminderte Leistung, die sich allerdings im Stadtverkehr nicht bemerkbar macht. Da Gas-Tankstellen noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, sind monovalente Fahrzeuge, die nur mit Gas betrieben werden, noch eher selten. Nicht alle monovalenten Autos verfügen über einen Nottank für Benzin, der die Reichweite bei Bedarf um etwa 150 Kilometer erweitern kann. Bei monovalenten Gasfahrzeugen wird der Motor für den Gasbetrieb optimiert, so können größere Reichweiten bei weniger Verbrauch erreicht werden.