Welche Fahrzeuge kann man umrüsten?

Fast alle benzinbetriebenen Fahrzeuge können für Autogas umgerüstet werden. Ein Ottomotor bietet alle grundsätzlichen Voraussetzungen, um auch mit Gas betrieben werden zu können. Die meisten Autogasfahrzeuge werden bivalent betrieben, also mit Gas und Benzin. So kann die Reichweite beider Energien ohne Tankstopp genutzt werden und durch das automatische Umschalten von Benzin auf Gas und zurück werden menschliche Fehlerquellen vermieden.

Auch eine Umrüstung auf Erdgas ist nahezu bei allen Fahrzeugen möglich und inzwischen bieten viele Werkstätten einen Umrüstsatz an. Erdgasfahrzeuge gibt es auch ab Werk, jedoch ist die Auswahl hier noch relativ gering. Fahrzeuge, die über keinen geregelten 3-Wege-Katalysator mit Lambdasonde und Steuereinheit verfügen, müssen erst mit diesem ausgerüstet werden, ehe ein Umbau auf Gasantrieb möglich wird.

Kann man Dieselfahrzeuge umrüsten?

Rein technisch ist es durchaus möglich, auch Dieselfahrzeuge für den Betrieb mit Gas auszurüsten. Da ein Dieselmotor ein Selbstzünder ist, wird der Diesel allerdings als Zündhilfe benötigt. Man kann auch nachträglich eine Fernzündung einbauen. In der Praxis ist es allerdings so, dass alle notwendigen Umbauten sehr kostenintensiv und damit unwirtschaftlich sind.

Zusätzliche Umbauten und Wartungen

Der Umbau auf Gas kann auch noch kleinere Umbauten am Fahrzeug selbst erfordern. So ist es bei manchen Modellen notwendig, zusätzliche Federn einzubauen, die das Gewicht des Gastanks abfangen können. Auch Fahrzeuge mit einstellbarem Ventilspiel müssen regelmäßig gewartet werden, da die Verbrennungstemperatur bei Gas geringfügig höher ist als bei Benzin. Auch die Ventilsitze werden mehr beansprucht und so kann der Einbau eines Zusatzadditivs notwendig werden.

Wenn der Tank in der Ausbuchtung des Reserverades eingebaut wurde, wird das Mitführen des so genannten Reifenpilots notwendig. Der Reifenpilot ist eine Dichtungsflüssigkeit, die aus einer Flasche gespritzt wird und kleinere Löcher in Reifen vorübergehend abdichten kann. Bei größeren Reifenschäden ist der Reifenpilot allerdings nutzlos.